Lebe! Liebe! Lache!

Urlaub im Gailtal

15. April 2011

 

 

Als ich Anfang des Jahres mit Susi unseren Mädelsurlaub bei und mit Evelyn Nessmann-Prunner im Gailtal plante, könnte noch keiner ahnen wie "gail" das werden würde!!

 

Nach ziemlichen Startschwierigkeiten und menschlichen Fehlzündungen haben wir - lebensfroh wie wir nun mal sind - das Beste aus allem gemacht und einige herrlich abwechslungsreiche, lehrsame und verrückte Tage in Oberkärnten verbracht.

 

Susi mit den Kutschen ich mit dem Hänger und unseren Vierbeinern im Schlepptau - was soll uns da aufhalten?

 

Es war super!

 

Dir, liebe Susi, an dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN oder soll ich lieber Kumbaya sagen...?!

 

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Nach einer doch recht turbulenten Anreise sind wir schließlich und endlich gut bei Dietmar und Evelyn Nessmann-Prunner in Nötsch im Gailtal angekommen.

 

Erstmals Ponys ausgeladen und einquartiert. Rhiannon, wie gehts dir? Frisst... also gut! :-)

 

Soweit ich mich erinnern kann (ich war ziemlich fertig) hab ich dann erstmal 2-3 Stunden im Liegestuhl vor dem Gartenhaus gechillt bis ich dann gewohnt sanft von Susi aus dem Land der Träume gerissen wurde -

"KIIIIRSTEN!!! Aufsteehen!!!! Essen is fertig!"

 

Didi war nämlich so nett und hat extra für uns den Grill angeworfen... hmm, lecker!

 

Anschließend haben wir angespannt und sind das erste Mal unter Evelyns Anleitung gefahren. O-ha, wir haben viel zu verbessern! (Welche Überraschung ;-))

(Klugerweise haben wir nur den ersten und den vorletzten bzw. letzten Tag bildlich festgehalten... um so zu verhindern dass man die kleinen Fortschritte sieht... *grummel*)

Gott sei Dank waren wir uns am Montag einig, uns und unseren Ponys einen "blauen Tag" zu gönnen - d.h. als Ausgleich für den Anreisetag einen Tag im Gelände verbummeln...

 

Bei strahlendem Sonnenschein zogen wir aus um das Tal zu erobern! {#emotions_dlg.teeth}

 

Das Ausreitgelände im Gailtal ist schier endlos.

 

80 Kilometer kann man auf Feld- und Wiesenwegen der Gail entlang galoppieren - ja wirklich, eine 80 KILOMETER lange, ebene und nur sanft kurvige Galoppstrecke wartete auf uns!

 

Schade dass werde wir noch die Pferde austrainiert waren.. ^^ Zwinkernd

 

Mit Rhiannon haben wir vor allem am Takt und am ruhiger-werden und RUHIG BLEIBEN gearbeitet.

Immerhin hibbelt sie vor lauter Tatendrang oft ganz schön - man könnte auch meinen es "zerreißt" sie dabei fast ;-)

 

Wo aber dabei die Grenzen zwischen Leistungswille und Ungehorsam liegen, konnten wir im Laufe der Woche sehr gut herausfiltern.

Meine kleine große Zicke hat mich vielfach wirklich an der Nase herumgeführt!

 

Zum Beispiel das Gezappel zwischen Anspannen und erstem Anfahren, das nicht selten in Hüpfern endete.

Meine übliche Methode, hier noch mehr Ruhe reinzubringen indem ich sowohl Pferd als auch Beifahrer ständig beschwichtigte und IHNEN gut zusprach, war gut gemeint aber komplett kontraproduktiv! Nach einmal darüber schlafen nahm ich Evelyns Vorschlag an und nahm die Dame diesbezüglich ordentlich ins Gebet.

 

Anspannen, Leinen aufnehmen, rauf auf den Bock, Pony zappelt, Pony will los, Pony fängt an zu hüpfen...

 

Ein Brüller, eins mit der Peitsche und voilá: die Madame kann stehen, sogar minutenlang!

Allein das Ohrenspiel verriet Rhiannons Bestürztheit aber die Füße blieben wo sie waren.

 

Ich schreibe das hier deshalb so genau nieder damit ich es mir später so selbst immer wieder in Erinnerung rufen kann. Ich bin einfach oft zu gutmütig und zu weich, das nützt sie schamlos aus. Öfter mal hart durchgreifen - spart Zeit und schont die Nerven ;-)

 

Auch für das zeitweise Gezappele im Schritt hat Evelyn uns ein wahres Mantra mit auf den Weg gegeben: "Das ist dein Problem, nicht meines. Du sollst jetzt Schritt gehen und ich werde dich so lange korrigieren bis du es tust. Dass du dich dabei aufspulst und zackelst - dein Problem, nicht meines."

Hilft ungemein!

 

Auch für das einhändige Fahren hat uns Evelyn sehr gute Tipps gegeben - nach mehrmaligem Antippen und Stimmaufforderung haben sowohl Blacky als auch Rhiannon schnell kapiert das mit "umi" gemeint war die Kruppe mit in die Wendung zu nehmen.

 

Was ist mir sonst noch in Erinnerung geblieben?

 

  • Kommando geben und kurz abwarten. Auch eine Rhiannon braucht Zeit um zu reagieren!

  • Jedem Kommando MUSS eine Reaktion folgen!

  • Gerade sitzen und Daumen nach oben - alles easy!!

  • Viel mehr Mittellinie fahren

  • Takt, Takt, Takt, Takt...


  • Vor, zwischen und nach den Einheiten viel Schritt fahren - auch an den Leinen!

  • Fürs Training vor allem den Mittelzirkel nutzen (kommt in keiner Dressuraufgabe vor)

  • Frecher fahren und ruhig mehr fordern

  • ...

Nachdem wir uns beim Abendessen zufällig getroffen haben (so klein ist die Welt) hat uns unsere Silvia Gastager ganz herzlich zu sich auf die Wasserleonburg eingeladen.

 

Ja, wir kennen tatsächlich ein Burgfräulein! Lächelnd

 

Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und sind sowie sich die Möglichkeit bot zu ihr auf den Berg gefahren.

 

Von dort oben hat man nicht nur eine sehr schöne Aussicht auf Nötsch, nein, man fühlt sich direkt ins Mittelalter zurück versetzt.

 

Besonders in der uralten Kapelle wurde das spürbar - weder mich noch Susanne hätte es gewundert wenn auf einmal ein Knappe durch die Pforte gekommen wäre!

 

Wie heißt es so schön - Worte sagen mehr als tausend Worte... darum haben wir einige Fotos mitgebracht!

 

Danke liebe Silvia für deine Zeit und natürlich auch fürs Knipsen.

Leider hast du immer so gut auf deine kleine Maus Alexandra aufgepasst... wir hätten sie sonst gerne mitgenommen. So a liabe Taubn!!!

 

Wir wünschen dir und deiner Familie alles Gute und noch ganz viel Spaß mit deinen Norikern!

Mir ist wieder mal bewusst geworden wie vielseitig diese Rasse trotz ihres "Volumens" doch ist!

Auch Blacky hat während seines "Arbeitslagers" viel gelernt.

 

Bei ihm ging es vor allem darum die Durchlässigkeit und seine Biegung zu fördern und wie bei Rhiannon seinem oftmaligen Gezappel im Schritt ein Ende zu setzen.

 

Frei nach dem Motto "Dein Problem, nicht meins" konnte man wirklich von Tag zu Tag die Fortschritte sehen. Vor allem an der Doppellonge konnte man gut erkennen wie sehr er sich bemüht hat alles richtig zu machen!

 

Die Reitstunden der beiden habe ich mit besonderem Interesse verfolgt.

 

Ich kenne mich beim Westernreiten nicht sonderlich gut aus, aber Eveln kann auch in dieser Sparte mit viel Praxiserfahrung und Fachwissen punkten, sodass diese Einheiten nicht nur für Ross und Reiter, sondern auch für die Zuschauer sehr spannend und lehrreich waren.

 

Ich sag nur "Check ihn, Susi, check ihn!" Lachend